Vorsätze fürs neue Jahr – so klappt es garantiert!

Kaum steht ein neues Jahr ins Haus, überschlagen wir uns mit guten Vorsätzen, Zielen und Vorhaben, nur um bereits nach kurzer Zeit ernüchtert festzustellen, dass wir wieder einmal gescheitert sind. Hier zeigen wir, wie du es diesmal wirklich schaffen kannst.

Gerade, wenn sich das Jahr dem Ende zu neigt, erreichen die Versprechungen und Vorsätze, die wir uns selbst und unserem sozialen Umfeld gegenüber präsentieren, oft völlig neue Dimensionen. Der eine möchte endlich mit dem Rauchen aufhören, der andere mehr Sport treiben und der nächste sich fortan gesünder ernähren.

In den wenigsten Fällen klappt das. Meist sind die Vorsätze im neuen Jahr schon gescheitert, bevor das Kalenderblatt für den Januar auch nur annähernd abgerissen ist. Gerade im Fitness-Studio ist dieser Effekt jedes Jahr aufs Neue zu beobachten. Kurz nach Silvester platzen die Studios aus allen Nähten: Zahlreiche Neumitglieder und sorgen für Umsätze und lange Wartezeiten an den Geräten. Doch schon einen Monat später sind die meisten von ihnen nicht mehr da. Statistiken zeigen, dass 60% aller Fitnessstudio-Mitglieder inaktiv sind, also nicht trainieren kommen sondern nur zahlen.

Eine Studie der forsa hat die beliebtesten Neujahrs-Vorsätze der Deutschen erhoben:

  • Stress vermeiden/abbauen (64%)
  • Mehr Zeit für Familie/Freunde (64%)
  • Umwelt- bzw. klimafreundlicher verhalten (64%)
  • Mehr Bewegen, mehr Sport (56%)
  • Mehr Zeit für sich selbst (53%)
  • Gesünder ernähren (53%)

Aber woran liegt es eigentlich, dass wir diese Vorsätze im Endeffekt dann doch nicht umsetzen?

Gute Vorsätze müssen realistisch sein

Allzu oft scheitern wir – ob nun fürs neue Jahr oder ganz allgemein – einfach daran, dass unsere Ziele ziemlich realitätsfern sind. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich der Raucher – der bisher 8-20 Zigaretten am Tag konsumiert hat – vornimmt, ab sofort gar nicht mehr zu rauchen oder wenn derjenige, der seit der Schulzeit keinen Sport mehr gemacht hat, von nun an 3 Mal die Woche das Fitnessstudio besuchen möchte.

Es dürfte klar sein, dass das in den wenigsten Fällen funktionieren wird. Unser Leben ist von Gewohnheiten geprägt, also von Automatismen, die fest in unserem Gehirn verankert sind. Diese können wir nicht mal eben von heute auf morgen ändern.

Die Lösung lautet: Stück für Stück

Versuche nicht, von heute auf morgen alles anders zu machen und dein Leben direkt um 180° zu drehen. Geh’ stattdessen systematisch vor und setze dir Zwischenziele. Statt sofort mit dem Rauchen aufzuhören, reduziere lieber Woche für Woche die Anzahl der Zigaretten, die Du täglich rauchst. Statt von heute auf morgen zur Sportskanone werden zu wollen, steigere lieber von Monat zu Monat die Anzahl deiner Trainingseinheiten.

Diese Vorgehensweise hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen sind diese kleineren Ziele viel einfacher zu erreichen, da sie dir Flexibilität erlauben und zum anderen sorgst Du mit ihnen viel schneller für die mental so wichtigen Erfolgserlebnisse. Also lieber kleine, aber realistische Ziele statt direkt alle schlechten Gewohnheiten abschaffen wollen!

Nur SMARTE Vorsätze sind umsetzbar

Wenn Du Menschen nach Zielen fragst, erhältst Du nicht selten nur wenig aussagekräftige Antworten. “Ich möchte mehr Sport machen.” oder “Ich möchte mehr aus meinem Leben machen” sind so typische Sätze. Sicher, solche Vorhaben sind löblich und zu unterstützen; nicht nur als Vorsätze fürs neue Jahr. Aber letztendlich sagen sie eben auch rein gar nichts aus (weswegen wir sie auch genau in dieser Form nach außen propagieren).

Wie viel ist “mehr Sport”? Einmal, weil du dieses Jahr rein gar nichts gemacht hast? 10 Mal? 20 Mal? Und worauf ist “mehr aus meinem Leben machen” überhaupt bezogen? Willst Du mehr Zeit für Deinen Partner, Deine Freunde? Karriere machen oder dich weiterbilden?

So provokant diese Aussagen für den einen oder anderen klingen mögen: Ziele/Vorsätze müssen spezifisch (Was willst Du?), messbar (Was genau in Zahlen?), für Dich attraktiv, realistisch (s.o.) und terminierbar (Bis wann willst du das?) sein; auch bekannt als SMART-Methode.

Also zum Beispiel: “Ich möchte bis zum Sommeranfang 8 kg abnehmen, weil ich unbedingt wieder meine Lieblingsklamotten tragen möchte.” Dieses Ziel ist spezifisch (abnehmen), messbar (10 kg), attraktiv (wieder die Lieblingskleidung tragen können), realistisch (8 kg in 6 Monaten) und terminiert (bis Sommeranfang).

Nicht zu viele Vorsätze auf einmal!

Ein weiterer Fehler, zu dem wir gerne mal zum Jahresende neigen, ist dass wir uns zu viel auf einmal vornehmen. Also z.B. mehr Sport treiben, weniger essen, mit dem Rauchen aufhören, weniger fernsehen, mehr lesen und mehr Zeit mit der Familie verbringen.

Das ist zu viel des Guten! Denn merkst du dann nach kurzer Zeit, dass Du nicht alle deine Vorhaben umgesetzt bekommst, wird Dich das unweigerlich runter ziehen und ganz schnell auch Deine anderen Vorhaben versanden lassen. Du hast es dann wieder nicht geschafft.

Überlege Dir, welches Dein wichtigstes Ziel ist und setze Dir genau dieses als Vorhaben für die nächste Zeit. Wenn Du bspw. mehr Sport treibst, wirst du automatisch irgendwann deine Ernährung überdenken oder die Raucherei einschränken wollen. Achte dabei – wie oben angesprochen – darauf, dass dein erstes Ziel realistisch und nicht völlig utopisch ist.

Erst wenn du dieses Vorhaben umgesetzt hast, nimmst Du dir ein neues Ziel vor. Und zwar egal wann; was uns zum letzten Punkt bringt.

Vorsätze nicht nur zum neuen Jahr

Sind wir doch ehrlich: Sich zum neuen Jahr bestimmte Dinge vorzunehmen, die man ändern möchte, ist doch oft nur eine heuchlerische Inszenierung und Betrug an uns selbst. Warum erst im neuen Jahr und nicht gleich ab Montag, ab morgen oder gar ab jetzt? Ganz einfach: Weil wir oft eigentlich gar nicht so wirklich wollen und auf die Art und Weise eine Möglichkeit haben, die Umsetzung aufzuschieben.

Du hast keinerlei Vorteile davon, erst mit dem Beginn eines Jahres Deine Vorsätze umzusetzen. Ganz im Gegenteil, Du zeigst damit eigentlich nur, dass Du an den anderen 365 Tagen des Jahres nichts ändern wolltest. “Nächstes Jahr werde ich endlich XY..” hört sich eben viel besser an als “morgen”; eben weil es im günstigsten Fall noch Monate hin ist.

Nicht quatschen, sondern machen!

Hör’ auf, erst an bestimmten Tagen mit der Arbeit an deinen Zielen zu beginnen. Fang’ heute damit an und umso schneller wirst Du auch Erfolg haben. Wer mit seinen Vorsätzen bis zum neuen Jahr wartet, hat eigentlich gar kein Interesse etwas zu ändern. Und zu diesen Menschen solltest Du definitiv nicht gehören.

Der beste Zeitpunkt, ein Vorhaben umzusetzen, ist DER Moment, in dem in Dir das brennende Verlangen dazu aufkommt. Also jetzt.

Zusammenfassung

Insbesondere zum Jahresende übernehmen wir uns oft mit Zielen und Vorhaben. Erreicht werden diese Vorsätze fürs neue Jahr nur in den seltensten Fällen, da meist völlig falsch an sie heran gegangen wird.

Um Deine Ziele umzusetzen, ist es zum einen notwendig, dass Du dir realistische Ziele in Form von Etappen setzt, statt von heute auf morgen alles umstellen zu wollen. Des Weiteren dürfen es nicht zu viele Ziele auf einmal sein, da du sonst aufgeben könntest, wenn auch nur eines der Ziele zu scheitern droht. Echte Ziele müssen zudem klar definiert sein, was Du am Besten mit der Smart-Methode sicherstellst.

Zu guter Letzt solltest Du dir darüber im Klaren sein, dass die Tatsache, sich gute Vorsätze fürs neue Jahr vorzunehmen letztlich immer ein Aufschieben, eine Ausrede, darstellt. Die Arbeit an Deinen Zielen darf nicht erst im neuen Jahr beginnen, sondern sollte ein fortlaufender Prozess sein, der Dich das ganze Jahr über begleitet.

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