Montagsfrust: Wirksame Tipps zum Wochenbeginn
Der Montagsfrust ist in Form von schlechter Laune in Deutschland weit verbreitet. Geht es Dir genauso mit dem Wochenauftakt? Heute erfährst du, was es mit dem Frust zum Montag auf sich hat und was Du wirksam dagegen tun kannst.
Viele von uns beginnen die neue Woche übermüdet, lustlos und gereizt. Die Arbeit fällt schwer, die Kollegen nerven und eigentlich soll der Tag nur möglichst schnell vorüber gehen. Dass dieser Effekt nicht nur Einbildung ist, zeigen mehrere Studien zum “Montags-Blues”.
Inhaltsverzeichnis
- Woher kommt der Montagsfrust?
- 10 Wirksame Tipps gegen den Montagsfrust
- Sorge für einen gesunden Schlafrhythmus
- Verlasse deinen Arbeitsplatz stressfrei
- Bringe Ordnung ins Chaos
- Aktuelle Situation hinterfragen
- Schaffe gute Laune durch Musik
- Akzeptiere Motivationslöcher
- Frühstücke anständig & ausreichend
- Lockere deinen Tag auf
- Starte fit in den Tag
- Lass’ Dich nicht anstecken
- Versüße Dir die Arbeit
- Zusammenfassung
So ergab z.B. eine Erhebung der Manpower Group, dass über 85% der deutschen Arbeitnehmer schlechtgelaunt in die neue Woche starten (Manpower Group, 2016). Eine Studie der “School of Economics” zeigte darüber hinaus, dass die Produktivität von Arbeitnehmern an Montagen deutlich geringer und die Zahl der gemachten Fehler deutlich gesteigert ist.
Dass wir uns Montags abgeschlagen und gereizt fühlen, hat dabei mehrere Gründe.
Woher kommt der Montagsfrust?
Ein Grund liegt darin, dass wir den Schlafmangel der Arbeitswoche oftmals damit kompensieren, dass wir am Wochenende die Zeit erst einmal zum Ausschlafen nutzen. Gehen wir außerdem noch zu anderen Zeiten ins Bett als sonst, ist der Schlafrhythmus schließlich so verstellt, dass unser Körper in der Nacht auf Montag gar nicht mehr so recht weiß, ob er nun schlafen oder wach sein soll.
Insbesondere Menschen, die unter der Woche gegen ihren natürlichen Chronotyp (Eulen vs. Lerchen) ankämpfen, neigen dazu, am Wochenende entgangenen Schlaf nachzuholen.
Hinzu kommt ein Effekt unseres Immunsystems: Dieses läuft unter der Arbeitswoche auf Hochtouren, so dass wir den stressigen Alltag möglichst unbeschadet überstehen können. Steht dann das Wochenende und Entspannung ins Haus, schaltet auch unser Immunsystem auf Erholung um. Diesen Effekt kennst Du z.B. davon, dass Du meist dann krank wirst, wenn Du Urlaub hast. Bis dieses System wieder auf Hochtouren läuft, braucht es etwas, so dass wir montags oftmals spürbare Anlaufschwierigkeiten haben.
Ein weiteres Problem besteht darin, wenn sich bereits montags so viele zu erledigende Aufgaben auf dem Schreibtisch stauen, dass wir gar nicht mehr wissen, wo wir eigentlich anfangen sollen. Die Woche erscheint uns endlos lang und die Liste an Aufgaben uns zu erschlagen, so dass wir lieber im wohlbehüteten Wochenende bleiben möchten.
Den Montag selbst können wir leider nicht abschaffen. Aber wir können das eine oder andere tun, um zu verhindern, dass Montagsfrust aufkommt:
10 Wirksame Tipps gegen den Montagsfrust
1.) Sorge für einen gesunden Schlafrhythmus
Auf das Ausschlafen am Wochenende musst Du nicht verzichten, jedoch solltest Du es nicht übertreiben. Wenn Du unter der Woche auf 7 Stunden Schlaf kommst, solltest Du am Wochenende nicht mehr als 1-2 Stunden länger an der Matratze horchen.
Versuche außerdem – nach Möglichkeit und wenigstens grob – zu den Zeiten zu schlafen, in denen Du auch unter der Woche schläfst. Also wenn Du montags um 7 aufstehen musst, solltest Du sonntags nicht unbedingt bis 14 Uhr im Bett liegen. Nicht nur, weil Du den Tag über sonst kaum noch ins Handeln kommst, sondern auch, weil Du es montags wahrscheinlich bereuen würdest.
2.) Verlasse deinen Arbeitsplatz stressfrei
Versuche, Deinen Arbeitsplatz, also z.B. deinen Schreibtisch, am Freitag Nachmittag möglichst so zu hinterlassen, dass Dich am Montag nicht gleich vor lauter Arbeit der Schlag trifft. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als sich am Montag an die Aufgaben zu setzen und beim ersten Blick direkt von der Arbeit erschlagen zu werden.
Sorge also dafür, dass Du die wichtigsten Dinge abgearbeitet hast und Du deinen Schreibtisch stets ordentlich hinterlässt. Lege Dir freitags bereits die wichtigsten Dinge zurecht, so dass Du Dich in der neuen Woche nicht erst einmal zurechtfinden musst, sondern direkt weißt, womit Du loslegen solltest.
3.) Bringe Ordnung ins Chaos
Nutze den Montag morgen (oder besser noch den Freitag davor) dafür, die Uni- oder Arbeitswoche durch zu planen, so dass Du genau weißt, wann welche Aufgaben zu erledigen sind. So ersparst Du Dir das mulmige Gefühl, dass noch viel zu viele Aufgaben zu erledigen sind, von denen Du gar nicht weißt, wann Du sie angehen sollst. Mit einem durchdachten System, wann Du genau was tust, wirst Du viel entspannter arbeiten können.
4.) Aktuelle Situation hinterfragen
Sollte es bei Dir regelmäßig vorkommen, dass es Dir vor der neuen Woche graut, solltest Du ruhig einmal selbstkritisch Deine aktuelle Lebenssituation hinterfragen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Jeder von uns würde wahrscheinlich lieber ausschlafen und seinen Hobbies nachgehen, als für die Uni büffeln oder arbeiten zu müssen.
Dieser normale “Montagsfrust” ist aber davon zu unterscheiden, wenn Du Dich beim Gedanken an die Uni oder Deine Arbeit grundsätzlich unwohl fühlst. Bei manchen Menschen ist dies so ausgeprägt, dass diese bereits am Vortag Magenschmerzen oder Probleme mit der Verdauung bekommen. Sollte der Zustand, dass Dich der Gedanke daran stresst oder runterzieht, bei Dir über längere Zeit anhalten, ist es Zeit nachzudenken.
Du hast nur ein Leben und solltest dieses definitiv nicht für etwas verschwenden, was Dich auch langfristig nicht zufrieden machen wird. Stell' Dir also ruhig mal die Frage, ob der aktuelle Studiengang der Richtige für Dich oder Dein jetziger Job wirklich Dein Ding ist. Falls nicht: Informiere Dich über Alternativen, die eher zu Dir passen.
Sofern Du bereits seit vielen Jahren berufstätig bist, hinterfrage auch ruhig ab und an Deinen Job. Akzeptiere, dass die Arbeit, die Dir mal vor 10 Jahren gefallen hat, deswegen nicht zwingend auch noch heute Dein Fall sein muss. Schau’ über den Tellerrand und probiere Dich ggf. an ganz neuen Aufgaben.
5.) Schaffe gute Laune durch Musik
Es ist immer wieder amüsant, wie Leute sich freiwillig bereits am Montag Morgen aus dem Radio mit blöden Sprüchen á la “noch 5 Tage bis zum Wochenende” oder Nachrichten zu eventuell schrecklichen Ereignissen die Stimmung vermiesen lassen. Lass’ es bleiben und höre stattdessen lieber die Musik, die Dich glücklich macht. Wir leben nicht umsonst in Zeiten, in denen Du deine Lieblingsmusik stets bei Dir tragen kannst.
6.) Akzeptiere Motivationslöcher
Wie Du oben gelesen hast, ist es überhaupt nicht ungewöhnlich, montags etwas weniger leistungsfähig zu sein. Akzeptiere das und mach Dir deswegen nicht selbst Vorwürfe. Sofern möglich, beschäftige Dich an solchen Tagen mit etwas leichterer Kost, statt Dich den ganzen Tag darüber aufzuregen, dass Du nicht so produktiv bist wie Du es gerne wärst.
7.) Frühstücke anständig & ausreichend
Mache den Beginn Deines Arbeitstages nicht stressiger, als er unbedingt sein muss. Versuche, nach Möglichkeit so zeitig aufzustehen, dass Du Dich in aller Ruhe fertig machen und auch frühstücken kannst.
Ein Tag kann kaum schlechter beginnen, als wenn Du schon gestresst das Haus verlässt und Dir später irgendwann zwischen Tür und Angel einen ungesunden Snack hinter die Kiemen schieben musst.
Sicher, ab und an geht es nicht anders. Aber zur normalen Ernährung sollten Pizzastücke, Frikadellen-Brötchen und Teilchen nicht gehören.
Versuche Dir hierbei gewisse Routinen anzueignen, so dass Du gar nicht erst täglich aufs Neue entscheiden musst, wie und wo Du etwas frühstücken kannst.
Setze dabei auf gesunde Lebensmittel, die Dich bei der Arbeit unterstützen, statt auf Nutella, Weizenbrötchen und Kakao aus dem Trinkhalm.
8.) Lockere deinen Tag auf
Der Montag muss nicht trist und langweilig sein. Peppe ihn einfach etwas auf. Verabrede Dich zur Mittagszeit oder für nach der Arbeit mit jemand zum Essen oder plane für abends noch einen Abstecher ins Schwimmbad oder Deine Lieblingsbar ein. So hast Du etwas, worauf Du den Tag hinarbeiten kannst und der Montagsfrust verliert spätestens mit Deiner Ablenkung an Bedeutung.
9.) Starte fit in den Tag
Sicher nicht für jeden etwas, aber die Wirkung ist unumstritten: Schau, ob Du vor dem Gang oder Fahrt zur Arbeit nicht noch ein kleines Workout einlegen kannst. Das können ein paar Kniebeugen beim Zähne putzen sein, aber auch eine Runde um den Block oder gar 30min im Fitnessstudio.
Du wirst sehen, dass Du dadurch auf der Arbeit schon fit und munter bist, während Deine Kollegen noch gar nicht mit der Welt klarkommen.
10.) Lass’ Dich nicht anstecken
Meide auf der Arbeit und auch auf dem Weg dorthin die Leute, die ständig nur am Jammern und Nörgeln sind. Schau, dass Du Dich mit Leuten umgibst, die fröhlich sind oder das beste aus dem Tag machen, statt sich über die noch ach so lange Arbeitswoche zu beschweren.
11.) Versüße Dir die Arbeit
Versüße Dir deine Arbeit dadurch, in dem Du Dir schon morgens etwas Leckeres zu Essen zubereitest, auf was Du Dich dann freuen kannst. Ein wenig Obst oder einen Schokoriegel dazu, und schon ist der Tag gerettet. Deinem Partner oder Deiner Partnerin kannst Du so natürlich auch einfach und schnell eine kleine Freude machen.
Übrigens: Forscher haben heraus gefunden, dass der Montag gar nicht der unbeliebteste Tag ist. Stattdessen ist es der Sonntag, weil hier die meisten Menschen schon gedanklich wieder im Arbeitsstress sind und kaum richtig abschalten können.
Zusammenfassung
Viele Menschen kennen den sogenannten Montagsblues nur allzu gut. Nach einem entspannenden oder aufregenden Wochenende finden sie zum Wochenauftakt nur sehr schwer wieder in den Alltag hinein. Sie sind müde, gereizt, fühlen sich ausgelaugt und wollen am Liebsten nur ihre Ruhe.
Um das zu verhindern, ist es wichtig, bereits freitags den Arbeitsplatz stressfrei zu verlassen und am Wochenende nicht zu sehr den vorhandenen Schlafrhythmus zu ändern.
Darüber hinaus können wir mit ein paar Kniffen dafür sorgen, dass der Montag nicht ganz so schlimm wird, wenn wir ihn mit ausreichend Zeit, einem guten Frühstück oder Sport beginnen und indem wir ihn uns mit Kleinigkeiten etwas versüßen.
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ManpowerGroup Deutschland. (2016). Bevölkerungsbefragung Arbeitsmotivation 2016. Eschborn.